Kreditkarte für Arbeitslose: So klappt’s trotzdem

Zuletzt aktualisiert: Dezember 2025

Kurz und knackig das Wichtigste zu Kreditkarten für Arbeitslose:

  • Du bist arbeitslos und brauchst eine Kreditkarte? Das ist schwieriger als mit festem Einkommen, aber nicht unmöglich.
  • Klassische Kreditkarten mit Kreditrahmen werden oft abgelehnt, aber es gibt gute Alternativen.
  • Prepaid-Kreditkarten funktionieren wie eine aufladbare Karte – ohne Schufa-Prüfung und Einkommensnachweis.
  • Unsere Top-Empfehlungen für deine Situation: die awa7*
  • Wir erklären dir, welche Optionen du hast und worauf du achten musst.
Kreditkarte für Arbeitslose
Kreditkarte für Arbeitslose

Kreditkarte trotz Arbeitslosigkeit – geht das überhaupt?

Klar, die Situation kennst du wahrscheinlich: Du möchtest online shoppen, ein Hotel buchen oder im Ausland bargeldlos bezahlen. Aber ohne festes Einkommen wird’s bei vielen Banken schwierig mit der Kreditkarte.

Die gute Nachricht: Arbeitslos sein bedeutet nicht automatisch, dass du keine Kreditkarte bekommen kannst. Es gibt durchaus Möglichkeiten – du musst nur wissen, wo du suchen musst.

Ich komme aus einer Bankerfamilie (beide Eltern haben ihr ganzes Leben bei einer Bank gearbeitet) und kenne mich mit dem Thema gut aus. Deshalb möchte ich dir hier zeigen, welche realistischen Optionen du hast.

Warum ist es mit Arbeitslosigkeit schwieriger?

Banken wollen vor allem eins: Sicherheit. Wenn sie dir eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen geben, leihen sie dir praktisch Geld. Das möchten sie natürlich nur, wenn sie sicher sind, dass du es zurückzahlen kannst.

Deshalb prüfen die meisten Banken:

  • Dein Einkommen (Gehalt, Rente, etc.)
  • Deine Schufa-Auskunft (Zahlungshistorie)
  • Deine aktuelle finanzielle Situation

Ohne regelmäßiges Einkommen wird’s bei klassischen Kreditkarten mit Verfügungsrahmen meist schwierig. Aber keine Sorge – es gibt Alternativen, die genauso gut funktionieren!

Unsere Kreditkarten-Empfehlungen für deine Situation

Nach unserer Erfahrung sind das die zwei besten Optionen, wenn du arbeitslos bist:

awa7 Visa Kreditkarte*

Die awa7* ist unser Favorit für Menschen ohne festes Einkommen.

Das macht sie besonders:

  • Kein Einkommensnachweis erforderlich
  • Kulante Bonitätsprüfung – keine automatische Ablehnung bei Schufa-Einträgen
  • Kann auf Guthabenbasis genutzt werden – keine Verschuldungsgefahr
  • Optional: Kreditrahmen verfügbar (nach individueller Prüfung)
  • Weltweit akzeptiert (Visa)
  • Kostenlose Kontoführung möglich
  • Auch als virtuelle Karte sofort nutzbar

Du entscheidest selbst: Nur mit Guthaben nutzen (dann kein Verschuldungsrisiko) oder den verfügbaren Kreditrahmen nutzen.

Hanseatic Bank GenialCard*

Die GenialCard* ist etwas flexibler, aber die Beantragung ist anspruchsvoller.

Die Vorteile:

  • Echter Kreditrahmen möglich (bei Bewilligung)
  • Keine Jahresgebühr
  • Weltweit kostenlos Bargeld abheben
  • Flexible Rückzahlung

Wichtig: Hier prüft die Bank deine Bonität. Ohne Einkommen kann es zur Ablehnung kommen. Aber: Manche Arbeitslose mit Arbeitslosengeld und guter Schufa bekommen sie trotzdem. Einen Versuch ist es wert!

Weitere empfehlenswerte Prepaid-Optionen

Viabuy Prepaid Mastercard

Die Viabuy ist eine der bekanntesten Prepaid-Karten in Deutschland. Besonders praktisch: Du bekommst sie wirklich ohne jede Schufa-Abfrage und kannst sie komplett anonym nutzen.

  • Echte Mastercard, weltweit akzeptiert
  • Keine Bonitätsprüfung
  • Aufladung per Überweisung oder bar
  • Mit optionalem Cashback-Programm

Der Nachteil: Die Jahresgebühr liegt bei knapp 70 Euro. Dafür gibt’s aber auch ein vollwertiges Konto dazu.

Postbank Prepaid-Kreditkarte

Eine solide Option von einer etablierten deutschen Bank. Die Postbank bietet eine Visa Prepaid-Karte an, die besonders für Leute interessant ist, die Wert auf einen bekannten Namen legen.

  • Faire Gebühren (rund 29 Euro im Jahr)
  • Einfache Aufladung
  • Guter Kundenservice vor Ort
  • Auch für Online-Shopping geeignet

Welche Kreditkarten-Arten gibt es für Arbeitslose?

Lass uns mal durchgehen, welche Optionen du konkret hast:

1. Prepaid-Kreditkarten (unsere Top-Empfehlung)

Das ist die sicherste Variante für dich. Eine Prepaid-Kreditkarte funktioniert wie eine aufladbare Karte:

  • Du überweist Guthaben auf die Karte
  • Du kannst nur das ausgeben, was drauf ist
  • Keine Verschuldung möglich
  • Keine oder nur minimale Bonitätsprüfung

Prepaid-Karten werden von den meisten Online-Shops, Hotels und auch im Ausland akzeptiert. Für den Alltag macht das praktisch keinen Unterschied zu einer „echten“ Kreditkarte.

Ähnlich wie bei einer Kreditkarte ohne Schufa brauchst du hier keine perfekte Bonität.

2. Debitkarten

Viele kostenlose Girokonten bieten mittlerweile Debitkarten von Visa oder Mastercard an. Die funktionieren ähnlich wie eine EC-Karte – das Geld wird direkt von deinem Konto abgebucht.

Wichtig: Manche Online-Shops und Autovermietungen akzeptieren keine Debitkarten. Da ist eine echte Kreditkarte (oder Prepaid) besser.

3. Virtuelle Kreditkarten

Brauchst du die Karte hauptsächlich für Online-Shopping? Dann könnte eine virtuelle Kreditkarte reichen. Die bekommst du sofort per App und kannst sie direkt nutzen – ohne auf die Plastikkarte zu warten.

Was brauchst du für die Beantragung?

Die Voraussetzungen sind je nach Karte unterschiedlich:

Für Prepaid-Kreditkarten (wie die awa7):

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Wohnsitz in Deutschland
  • Gültiger Personalausweis
  • Das war’s meistens schon!

Für Kreditkarten mit Verfügungsrahmen:

  • Alles von oben plus
  • Einkommensnachweis (z.B. Bescheid über Arbeitslosengeld)
  • Positive Schufa-Auskunft
  • Oft ein Girokonto bei der gleichen Bank

Bekommst du mit Arbeitslosengeld eine Kreditkarte?

Ja, das ist möglich! Arbeitslosengeld I wird von vielen Banken als Einkommen anerkannt. Deine Chancen stehen also gar nicht so schlecht, besonders wenn:

  • Deine Schufa in Ordnung ist
  • Du keine offenen Schulden hast
  • Dein Arbeitslosengeld regelmäßig kommt

Bei Arbeitslosengeld II (Bürgergeld) wird’s schwieriger, aber auch hier können Prepaid-Karten die Lösung sein.

Mehr Infos findest du auch in unserem Artikel über Kreditkarten ohne Einkommensnachweis.

Alternativen zur Kreditkarte

Falls es mit der Kreditkarte wirklich nicht klappt, gibt es noch diese Optionen:

PayPal

Viele Online-Shops akzeptieren PayPal. Du kannst dein Bankkonto verknüpfen und bargeldlos bezahlen – ganz ohne Kreditkarte.

Digitale Bezahldienste

Apple Pay, Google Pay und ähnliche Dienste funktionieren oft auch mit einer normalen Girokonto-Debitkarte. Das reicht für viele Alltags-Zahlungen.

Prepaid-Mastercard von Tankstellen

An Tankstellen und in Supermärkten gibt es aufladbare Prepaid-Karten. Die sind aber oft teurer und weniger flexibel als richtige Prepaid-Kreditkarten.

Häufige Fragen zu Kreditkarten für Arbeitslose

Kann ich als Arbeitsloser überhaupt eine Kreditkarte bekommen?

Ja! Prepaid-Kreditkarten bekommst du fast immer, echte Kreditkarten mit Verfügungsrahmen sind schwieriger, aber mit Arbeitslosengeld I manchmal möglich.

Wird meine Schufa bei Prepaid-Karten geprüft?

Bei den meisten Prepaid-Karten wie der awa7 gibt es keine oder nur eine sehr lockere Schufa-Prüfung. Selbst mit negativen Einträgen hast du gute Chancen.

Was kostet eine Prepaid-Kreditkarte?

Die Kosten variieren. Die awa7 kannst du zum Beispiel komplett kostenlos führen, wenn du bestimmte Bedingungen erfüllst. Sonst fallen oft 1-5 Euro pro Monat an.

Kann ich mit einer Prepaid-Karte auch Hotels buchen?

Ja, das funktioniert. Hotels verlangen oft eine Kaution, die wird dann vom Guthaben blockiert. Achte also darauf, dass genug Guthaben drauf ist.

Wie lange dauert die Beantragung?

Bei Prepaid-Karten geht’s oft sehr schnell. Die virtuelle Karte bekommst du teilweise sofort, die Plastikkarte kommt nach ein paar Tagen per Post.

Unser Fazit: Kreditkarte trotz Arbeitslosigkeit ist machbar

Auch wenn du gerade arbeitslos bist, musst du nicht auf eine Kreditkarte verzichten. Prepaid-Kreditkarten sind eine super Lösung – sie funktionieren fast genauso wie normale Kreditkarten, ohne dass du ein Verschuldungsrisiko hast.

Unsere klare Empfehlung ist die awa7* – keine Schufa-Abfrage, kein Einkommensnachweis nötig und trotzdem weltweit einsetzbar. Perfekt für deine Situation!

Wenn du dich mehr für andere Zielgruppen interessierst, schau auch bei unseren Artikeln über Kreditkarten für Studenten oder Kreditkarten für Rentner vorbei.

Quellen:

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Finanzberatung dar. Wir können keine Garantie für die Richtigkeit und Aktualität der Informationen übernehmen. Informiere dich vor einer Beantragung immer auch direkt bei den Kartenanbietern über die aktuellen Konditionen.

Christoph Redakteur
 
 

Redakteur: Christoph Erkens
Hey, ich bin Christoph und möchte dir auf diesem Portal das oftmals sperrige und trockene Thema Finanzen und Kreditkarten möglichst klar und einfach herüberbringen. Da meine Eltern Beide bei einer Bank gearbeitet haben, bin ich mit dem Thema großgeworden und möchte dir zeigen, dass Finanzen auch easy sein können.